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Thema: Materialismus auf der einen, Armut auf der anderen Seite der Welt

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  1. #1
    PeterL ist offline Benutzer
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    Beitrag Materialismus auf der einen, Armut auf der anderen Seite der Welt

    Materialismus - Armut

    Wieso ist es heute wichtig ein Handy zu haben, was weit mehr kann als man überhaupt nutzt... Wieso muss man den neusten Fernseher haben, wenn der alte vor 2 Jahren noch glücklich gemacht hat? Wieso immer mehr, weiter, besser? Wieso gibt es nicht einen Punkt an dem die materiellen Wünsche weitgehend befriedigt sind, und sich mehr der Seele und dem Geist gewidmet wird? Ich denke, dass es sich um ein Gesellschaftliches Problem handelt und man den Materialismus nicht verallgemeinern kann. Er bezieht sich vor allem auf die „Ideale“ der Menschen der Industrienationen. Wir leben im Überfluss und sind dennoch nicht zufrieden. Allein das sollte uns doch zeigen das wir auf dem Falschen Weg sind. Wir leben mit sehr beschränktem Blick auf diese Welt. Wir sind gefangen in unserem kleinen Horizont, in dem von Kind auf die eigene Nation als „die Guten“ dogmatisiert wird. Und genau das ist es, was das Gefälle zwischen erster und dritter Welt überhaupt möglich macht. Ich denke, dass Menschen mehr über Nationale Grenzen hinweg denken, und den weitgehend liberalisieren Markt mit Vernunft und Verantwortung nutzen sollten.
    Dies ist allerdings nur möglich, und wirklich nur dann, wenn der Gier mancher Menschen Grenzen gesetzt wird und über Generationen hinweg ein umdenken stattfindet.
    Meine Frage, glaubt ihr das aus der freien Marktwirtschaft Allgemeinwohl entstehen kann? Ohne dass alles in eine ungerechte Verteilung kippt? Was gibt es für Ansätze?

    Vielen Dank!

  2. #2
    Benutzerbild von Intensivmanu
    Intensivmanu ist offline Administrator Administrator
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    Zitat Zitat von PeterL Beitrag anzeigen
    Materialismus - Armut

    Wieso ist es heute wichtig ein Handy zu haben, was weit mehr kann als man überhaupt nutzt... Wieso muss man den neusten Fernseher haben, wenn der alte vor 2 Jahren noch glücklich gemacht hat? Wieso immer mehr, weiter, besser?
    Ganz eninfach.

    Weil es die einzige Möglichkeit ist als Familie sich noch etwas gutes zu tun oder sich aufzuwerten.
    Gerade in den unteren Einkommen ist der Trend zu immer dem neuesten Handy, immer dem neuesten Fernseher, I-Pod, Mp3-Player, Spielekonsole etc zu haben sehr gestiegen.
    Der Grund ist, dass die Elektronik aufgrund ihrer rasenden Weiterentwickung immer günstiger wird, so dass es sich fast jeder leisten kann und notfalls bekommt selbst das ärmste Schwein das auf Kredit. Wie er das dann abzahlt egal.

    Geh mal mit einer vierköpfigen Familie in einen Freizeitpark, Spaßbad oder in den Zoo oder mache sonst etwas kulturelles...da können die kleinen Einkommen kaum mithalten und wenn dann nur alle jubelmonate mal.
    Da kauft man den Kindern dann lieber ein Handy oder eine Konsole, damit sie das Gefühl bekommen auch etwas zu kriegen und zu haben.......so schaukelt sich der Trend immer höher.
    Es wird sich nur noch darüber definiert wer was hat....
    Lebe dein Leben, lebe jeden Tag intensiv.

    Bin nicht weg - sondern bin nur nicht immer da

  3. #3
    Benutzerbild von Tinker
    Tinker ist offline Erfahrener Benutzer
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    Vielleicht ist das so, weil wir einfach Menschen sind.

    Der Mensch hat diesen Forscherdrang, mehr zu wollen und zu erreichen. Das macht ihn aus, das ist seine Natur. Deshalb sind wir (als Menschen) da, wo wir sind, weil wir immer noch ein bisschen mehr wollen. Nicht nur den spitzen Stein, der, wenn man ihn aneinanderschlägt, Funken erzeugt, das Feuer und dessen Wärme, sondern auch sein Licht, das gebratene Fleisch, das geschmiedete Eisen.... usw.

    Heute gibt es nicht mehr viel, womit sich der normal sterbliche Mensch weiterentwickeln kann, also muss es eben das neueste Automodell oder das Handy mit irgendwelchen Nutzlos-Apps oder sonstwas sein.

  4. #4
    Benutzerbild von Technokrat
    Technokrat ist gerade online Erfahrener Benutzer
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    Wieso soll Materialismus ein Problem sein? Wenn die Menschen immer mit allem zufrieden wären, dann würden wir heute immernoch in Höhlen hausen und Felle tragen. (Felle tragen ist in diesem Kontext beabsichtigt gewählt, und soll meine Abneigung gegen Pelze unterstreichen)

  5. #5
    Cipher Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Technokrat Beitrag anzeigen
    Wieso soll Materialismus ein Problem sein? Wenn die Menschen immer mit allem zufrieden wären, dann würden wir heute immernoch in Höhlen hausen und Felle tragen.
    Das Gegenstück zu Materialismus ist nicht die absolute Ablehnung von Besitz, sondern lediglich die Einstellung Besitz keinen abstrakten Eigenwert zuzusprechen und zum zweiten keine direkte Proportionalität zwischen Glück und Besitz zu behaupten.

  6. #6
    PeterL ist offline Benutzer
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    Zitat Zitat von Intensivmanu Beitrag anzeigen
    Weil es die einzige Möglichkeit ist als Familie sich noch etwas gutes zu tun oder sich aufzuwerten.

    Geh mal mit einer vierköpfigen Familie in einen Freizeitpark, Spaßbad oder in den Zoo oder mache sonst etwas kulturelles...da können die kleinen Einkommen kaum mithalten und wenn dann nur alle jubelmonate mal.
    Da kauft man den Kindern dann lieber ein Handy oder eine Konsole, damit sie das Gefühl bekommen auch etwas zu kriegen und zu haben.......so schaukelt sich der Trend immer höher.
    Es wird sich nur noch darüber definiert wer was hat....
    Danke für deine Meinung!
    Muss man sich den aufwerten? Ständig vergleichen, probieren von der Masse abzusetzen? Kann man nicht genug Dinge auch ohne Geld erfahren? Dann darf ich dich so verstehen, dass die Eltern viel dazu beitragen, dass die Werte weiter so bestehen? Ich denke jedenfalls auch, dass die äußeren Einflüsse zu einem Großteil das "Wertesystem" der Menschen beeinflusst. Aber deshalb sage ich ja auch, dass man sich und sein Verhalten reflektieren sollte. Und das tun nunmal sehr wenige. Gerade das Konsumverhalten sollte sich ändern. Es darf doch nicht sein, dass zB. in Indien, Kinder für unseren Wohlstand ausgebeutet werden. Mir kommt es so vor als sehen wir das alles durch einen Filter der nur durchlässt was wir wollen. Man weiß das es sowas gibt, kennt auch Unternehmen die daran beteiligt sind, ändern tut man aber meist nichts.

  7. #7
    PeterL ist offline Benutzer
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    Zitat Zitat von Tinker Beitrag anzeigen
    Vielleicht ist das so, weil wir einfach Menschen sind.
    Danke für deine Meinung.
    Wahrscheinlich hast du recht. Früher war der Drang nach "mehr" der Antrieb für unseren heutigen Wohlstand. Aber ist jetzt nicht langsam ein Punkt erreicht wo man einen Rahmen braucht. Wo man sagt, das Recht des Stärkeren, was die Entwickelung immer voran getrieben hat, ist überholt? Wenn es aber ist wie du sagst, dass es eine Grundeigenschaft des Menschens ist, kann man diese bedauerlicherweise nicht ändern. Ich glaube aber, dass da einige Menschen sind die dieser - ich nenns mal "unersättlichkeit" - nicht folgen.

  8. #8
    Benutzerbild von winni2601
    winni2601 ist offline Spaßvogel
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    Die Gesellschaft hat sich nun mal seit der Steinzeit gewandelt und wird sich auch weiter wandeln. Dass jede Zeit und ihre Gesellschaft positive und negative Seiten hat, es Gewinner und Verlierer gibt, ist völlig normal. Es gibt keine real existierende Gesellschaftsform, in der es nur Gewinner gibt.

    Entscheidend ist für mich die relative Freiheit in der wir leben. Im Grundsatz hat jeder die Chance aus seinem Leben etwas zu machen wenn er auch wirklich selbst etwas dafür tut. Wir haben eine Rechtssprechung, die im Grundsatz jedem die gleichen Rechte zugesteht. Niemand zwingt einen einen Fernseher zu besitzen, niemand zwingt einen Auto zu fahren u. ä. Der Gedanke vorgeschrieben zu bekommen, was ich besitzen darf oder nicht, stelle ich mir grausig vor. Sowas gab es schon teilweise und ist gescheitert. Sicher gibt es auch Schattenseiten in dieser Gesellschaft - ohne Zweifel, dennoch möchte ich in keiner anderen Gesellschaft leben als in dieser.

    In einem Punkt gebe ich dem TE aber Recht. Viele Menschen in den Industrienationen haben seit 50-60 Jahren keine Not kennengelernt und schwelgen im relativen Überfluss . Vielen fehlt ein gewisses Verhältnis zu Besitz. Mir persönlich fehlt dieses Verhältnis nicht. Ich habe in meinem Leben schon beide Seiten kennen gelernt und weiß, wie wertvoll und wie wenig selbstverständlich das ist, was ich heute habe. Aber sollen wir uns deshalb wünschen, dass wir diese Notzeiten kennen lernen, um wieder den Blick und das Gefühl für das Wesentliche zu erhalten?

    Was mir Sorgen bereitet ist, dass die Schere zwischen Arm und Reich mittlerweile zu stark auseinander klafft und dass die Belastung der Jugend für die Alten zu groß wird, während gleichzeitig die Versorgung der Alten immer unsicherer wird. Das hat aber nur teilweise etwas mit der kapitalistischen Gesellschaftsprägung zu tun, sondern eher etwas mit dem demographischen Wandel und in Teilaspekten falscher bzw. fehlender politischer Weichenstellungen.
    Geändert von winni2601 (10.02.2012 um 11:23 Uhr)
    Humor ist der beste Schwimmring auf dem Strom des Lebens. (Wilhelm Raabe)

  9. #9
    Benutzerbild von Blume.
    Blume. ist offline Erfahrener Benutzer
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    Nicht zu übersehen ist als ein augengeöffneter Mensch, dass heutzutage die meisten Menschen mehr arbeiten, als sie schlafen. Dadurch bleibt weder die Lust noch etwas zu unternehmen mitr der Familie oder ein Zoo zu besuchen. Dadurch greifen die Menschen nach der Alternative, indem sie materielle sachen kaufen, um " das zeit verbringen mit gefühlen oder kulturellen sachen" auszugleichen.

    Genauso wie das prichwort tu es statt zu sagen. ( tun- geistige. sagen- materiell)

    Es ist leider nicht möglich diesen Kreislauf zu stoppen, es sind zu viele involviert, und dienmeisten sehen kein grund zu dieses Schema zu wechseln, weil es leichter fälllt. Wir müssen manchmal akzeptieren, dass wie in einer materialistischen Welt leben, weil egal wen du fragst, alle werden mit einem " ja" antworten wenn du diese Frage stellst : Willst du mehr Geld haben, reich sein?

    Ich persönlich lege mehr Wert auf das Geistige, aber ich weis auch dass ohne das Geld nicht überleben kann oder ein befriedigendes Leben führen kann.

    Ein gleichstand wäre zu raten, aber die Realität basiert darauf, dass das Materialismus stärker ist als der geist. Traurig aber wahr.

    Es ist sogar so weit gekommen, dass in den Werbungen nur noch offene Frauen oder Männetr zu geltung gebracht werden. Warum? Weil sie damit Geld machen. Der gesellschaft gefällt es, und es wird nur das bezahlt was einem gefällt und nicht dass was sein sollte.

    zahlreiche Stars werden mit millionen bezahlt , obwohl sie kaum nötig hätten, aber vor hunger sterbende Menschen ist es egal, weil sie keiner juckt.

    Die wet ist ungerecht, und so muss sie leider sein damit überreicher leute weiter reich sein können. Millonen von Menschen müssen hungern, damit einige reiche geschäftsmänner sich toilettenpapier aus gold leisten können.

    das ist gruselig, aber interessieren tut es niemand. leider.
    Jeder Mann möchte bei einer Frau der erste sein, jede Frau bei einem Mann die Letzte.

  10. #10
    Benutzerbild von Flori
    Flori ist offline Pausenclown
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    Wobei man ohne viel Schickschnack dazu sagen kann :

    selbst gewählte Askese beinhaltet keinen Armutsspiegel.
    Prüfet aber alles und das Beste behaltet. Paulus, Thess. 5, 21
    --------------------------

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    ----------------------------
    ... es klapperte die Klapperschlang, bis ihre Klapper schlapper klang ...

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