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Thema: Ist es das Alter? Oder woran liegt es?

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  1. #1
    Benutzerbild von Zish
    Zish ist gerade online Forumsengel Moderator
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    Standard Ist es das Alter? Oder woran liegt es?

    Hallo nochmal

    Ja, ja, ich weiß, sie schon wieder (Scherz)

    Ich habe da eine Schwierigkeit über die ich schon öfter nachgedacht habe, weil ich schon so manches Mal damit konfrontiert wurde.

    (Warnung! Es ist ein recht langer Text, wer keine Zeit/Lust hat sollte hier wegblättern Warunung!)

    Es dreht sich dabei um folgendes:

    Es gibt so Dinge in meiner Familie aus denen werde ich nicht schlau. Wenn mein Vater irgendetwas gesucht hat und ich hatte es mir mal ausgeliehen, dann forderte er mich dazu auf mein ganzes Zimmer auf den Kopf zu stellen, ich würde ja in meiner kreativen Unordnung nix wiederfinden. Ich habe ihm aber gesagt, dass ich einen derartigen Zettel den er suchte (ich weiß nicht mehr was es war, aber es handelte sich wohl um einen Zettel für den Computer) nicht besitzen würde und wenn ich ihn mal gehabt hätte, dann hätte ich ihn sicher schon wieder zurück gegeben. ABER ich sollte trotzdem suchen. Also hatte ich alles ausgeräumt und weg gepackt und und und, stundenlang, plötzlich ging die Tür auf, mein Vater sah mich an und meinte: "Du hattest Recht! Es war DaundDa."

    Und solche und ähnliche Ereignisse trafen öfter zu. Ich wurde immer für irgendetwas verdächtigt (etwas nicht zurückgegeben zu haben oder ähnliches) und dann stellte sich so ziemlich jedes Mal heraus dass ich Recht hatte. Das hatte aber nicht zur Folge dass man mir endlich mal glauben würde, dass ich die gesuchten Gegenstände nicht besitzen würde, wenn ich sagte: "Das hab ich nicht" Sondern dass immer das gleiche Schema gemacht wurde.

    Auch mit der Wahrheit ist das so eine Sache. Ich kann mich an ein sehr offenes Gespräch mit meinen Eltern erinnern in dem sie mir sagten: "Dein Bruder hat es nicht so mit der Wahrheit, aber du gibst es zu, das finden wir echt toll."

    Und sie konnten sich wirklich darauf verlassen. Ich hatte mir mal ein Pulver zurecht gerührt (ein Getränk) das viel Zucker enthielt, es war leider Sommer und nachträglich hatte ich das Gefäß nicht richtig ausgespült, als ich in die Küche kam war mein Vater fürchterlich mit meinem Bruder am Schimpfen, er schrie fast das ganze Haus zusammen und ich war verwundert warum er ihn so sehr im Verdacht hatte. Mein Bruder erklärte (wie immer), dass er es nicht war und mein Vater fragte daraufhin als er auf den Boden des Bechers deutete: "Und was steht da?!"
    Ich hatte nämlich aus der Transportflasche meines Bruders getrunken, meine war nämlich noch im Geschirrspüler, darum war mein Vater auch so sicher dass er es war.
    "Ja, da steht mein Name", sagte mein Bruder. "Aber ich war das nicht!"
    "Wer soll das denn sonst benutzen?!", fragte mein Vater schon mit hochrotem Kopf.
    Im Prinzip war ich fein raus...
    Aber weil ich das nicht so stehen lassen wollte (ich glaube ich war da 9 oder so) habe ich gesagt: "Ich..."
    Dann habe ich die Sache erklärt und dann war alles gut. Eigentlich ein gutes Beispiel für meine Ehrlichkeit von der meine Eltern ja so sehr schwärmten...

    ABER wenn ich dann mal gesagt habe, dass ich es nicht war (was ich auch nicht war wenn ich es sagte) und mein Bruder auch sagte, dass er es nicht war, dann wurde geschimpft und nicht 1 und 1 zusammengezählt. Mein Bruder war einfach nicht der ordentlichste und nicht der ehrlichste. Er wurde gemein wenn er nicht bekam was er wollte und er musste sich auch nicht an die Regeln halten, aber ICH war grundsätzlich das Problemkind (unter Anderem auch wegen der Mobbingsache in der Schule) und auch die Lügnerin (so wirkte es zumindest auf mich).

    Oder glaubten alle, dass ich das kleien blonde, dumme Gör bin? Denn immer wenn ich etwas sagte, dann war es gurndsätzlich verkehrt.

    Meine Mutter war sich absolut sicher zu wissen WANN ich die Klasse wiederholt hatte, war aber nicht so und ich (die ja nun mal die Klasse wiederholt hatte) sollte es ja eigentlich besser wissen. Bis sie dann nachgeschlagen hatte, erst dann glaubte sie mir, vorher war sie felsenfest der Überzeugung Recht zu haben.

    Auch als ich einmal das Wort Albtraum aufschrieb sagte sie mir: "Das schreibt man nicht mit B sondern mit P!"
    Ich: "Man schreibt es auch mit B!"
    Sie: "Du irrst dich!"
    Ich ging los, holte einen Duden hervor, schlug nach und las vor: "Albtraum kann man mit B und mit P schreiben!"

    Aber nicht nur meine Eltern, auch meine Brüder glauben mir prinzipiell kein Wort. Auch wenn ich eine kleine Fachfrau darin bin, ich habe nicht Recht.

    Mein Schatz kann das auch ab und an mal. Wenn ich ihm bei der Autofahrt sage (vielleicht weil ich die Gegend kenne) "Wir müssen hier rechts", dann fährt er anders! Er erklärte es mir so, dass ich ja nicht selbst Auto fahren würde und ich deshalb keine Ahnung hätte (eigentlich eine bescheuerte Begründung, aber das gibt mir doch zu denken.)

    Warum wird mir (egal ob Familie, Bekannte oder Fremde) so schwer etwas geglaubt? Ist es weil ich blond bin? Oder eine Frau? Oder ist es mein Alter weswegen mich viele nicht ernst nehmen können?

    Kennt ihr das auch? Was habt ihr dagegen gemacht? Kann man was dagegen machen oder nimmt man das einfach so hin??

    Danke schon mal fürs Lesen, es war ein harter Kampf

    Zish

  2. #2
    Benutzerbild von Intensivmanu
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    Standard

    Da es schon sehr spät ist, erst einmal eine kurze Antwort auf deinen interessanten Text:

    Ich stelle so etwas öfter zwischen Eltern und (fast) erwachsenen Kindern fest, das Eltern meinen es immer besser zu wissen. Sie denken sich nichts dabei, sondern meinen einfach das sie halt mehr Lebenserfahrung haben und es einfach besser wissen müssen. Sie haben ihr Kind dessen Leben lang erzogen und ihr Wissen weitergegeben und meinen dann dies weiterzuführen, auch wenn das Kind selbst schon älter ist.
    Ebenso ist es ja auch, das manchen Eltern kein Partner gut genug ür das Kind ist und sie meinen das man nicht in der Lage wäre sich alleine den Richtigen auszusuchen oder das Mütter den erwachsenen Töchtern immer erzählen müssen wie dies oder das gekocht wird usw usw...

    Morgen mehr dazu muss nun ins Bett....
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  3. #3
    Dragonheart ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard

    Ich kenne das in gewisser Hinsicht auch. Es hat nach meiner Meinung mit zwei Dingen zu tun:

    Beim Vater, der alles suchen läßt, kann es einfach nur eine Masche sein. Er sucht sich jemanden (bewußt oder unbewußt), von dem er erwarten kann, daß sie (in Deinem Fall) einfach alles von links auf rechts drehen wird um die Unschuld zu "beweisen". Somit weiß er, daß Du, nur um das Unwahrscheinliche (Du hast den Zettel doch.) auszuschließen, sämtliche verdächtige Orte überprüfen wirst. Mit dem Ergebnis, daß Du solange Orte ausschließt, bis Du fündig wirst - damit wäre sein Job dann gemacht.

    Hier kannst Du für Dich nur dann etwas machen, wenn Du Dich auf solche Suchaufträge nicht einläßt. Oder Du sorgst dafür, daß eine entsprechende Bitte formuliert wird, z.B.: "Ich weiß leider nicht, wo Du Deinen Zettel hingelegt hast. Soll ich Dir beim Suchen helfen?" Der Unterschied: Hier wird eine Bitte an Dich ausformuliert, auch wenn es nur ein einfaches "Ja" ist. Es ist ganz klar: Dein Vater hat die Verantwortung für seinen Zettel und bittet Dich um Hilfe (Wertschätzung).
    Im Falle eines "Suchauftrages" wird Dir einfach die Verantwortung für den verschwundenen Zettel auferlegt. Ihn wiederzubeschaffen ist somit Deine "Bringeschuld". Die Realität wird verdreht (kein Ausdruck von Wertschätzung).


    Bei der zweiten Sache, der Wahrnehmung von Gegebenheiten oder dem Merken von Daten (Wahrheit oder nicht?), habe ich die Erfahrung gemacht, daß es hier gar nicht darauf ankommt, wer nun "Recht" hat: Derjenige, der seine Darstellung als "Fakten" rüberbringen kann, hat sich behauptet.
    Das wiederum ist eine von vielen Nuancen, die Dir Deine Stellung in der Familie, Freundeskreis, Beruf ec. ... zeigen. Da kannst Du anschließend tausendmal beweisen, um welches Datum, Jahr, Person ec. ... es sich gehandelt hat oder auch, daß Du es nicht warst. In der akuten Situation hattest Du "unrecht". Ein nachträgliches "Beweisen" wird Dir noch als kleinlich ausgelegt.

    Eine solche Situation zu "gewinnen" ist hier deutlich schwieriger, da in solchen Diskussionen oft Machtstrukturen eine große Rolle spielen. Einfach zu schweigen wäre eine Möglichkeit, klappt aber nur, wenn Dich dieses Verhalten nicht zu sehr ärgert. denn man kann nicht immer nur schlucken.
    Die andere Möglichkeit ist, darauf zu beharren, daß es genau der Monat, das Datum, die Person ec. ... war, bzw. Du die Tat nicht begonnen hast. Hier muß man standfest sein, es wird unangenehm. Denn die Personen, die Dir immer wieder über den Mund fahren, mögen ihre eigenen Methoden meißt gar nicht.

    Ich würde hier auch gerne nochmal auf Intensivmanu`s Beitrag eingehen. Machtstrukturen können hier sicher eine Rolle spielen. Es kann aber auch etwas harmloser sein, wie z.B. die Eltern, die es gut meinen. Oder jemand hat einfach ein schlechtes Gedächtnis... je nach dem würde ich dann auch meine Reaktion ausfallen lassen: Zwischen großzügig ignorierend (Eltern, Freunde...) oder eben einer direkten Konfrontation, wenn ich erkenne, daß es jemandem (bewußt oder unbewußt) nur darum geht, mich in der Situation doof aussehen zu lassen oder mich zu dominieren...

    Dann kommt bei mir noch die Tagesform dazu: Ich habe nicht immer Lust auf einen verbalen Zweikampf, machmal möchte ich meine Ruhe. Dann lasse ich sie reden...

    LG

    Dragon
    Geändert von Dragonheart (01.03.2010 um 11:56 Uhr)
    Es kommt nicht darauf an, wie oft man im Leben hinfällt.
    Es kommt darauf an, daß man einmal mehr wieder aufsteht.

  4. #4
    Blackhope ist offline Benutzer
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    Standard Schutz der Psyche vor dem Zerfall des ich

    hab mir das alles mal durchgelesen und sieht so aus als würde da jemand langsam hinter das geheimnis kommen weshalb der mensch ist wie er ist...ja...DER mensch...nicht du ...es liegt nicht an dir das menschen glauben du lügst sondern schlicht und einfach daran das viele menschen nimandem glauben KÖNNEN...

    viele menschen wurden tief entäuscht...vor allem männer..da sie in einer harten und strukturierten welt aufwachsen und leben...in dieser welt kontrollieren viele von ihnen alles ( auch bei frauen ein durch emanzipation immer öfter auftretendes phenomän) werden sie nun von einer höheren intelligenz hintergangen fühlen sie sich oftmals machtlos und schutzlos ausgeliefert...( vielen wird dies auch erst klar nachdem sie z.B eine ganze menge geld verloren haben an einen bänker oder schwätzigen freund...)

    da ein fortwähren in ihrer eigenen welt unter kontrollverlust nicht möglich ist wird dieses gefühl oft durch jenes verdrängt das man mit faulen tricks überlisstet wurde...

    und jedes mal wenn sie das gefühl haben besonders intelligent an der nase herumgeführt zu werden kehrt direkt wieder das gewohnte spiel zurück ...

    die reaktion auf etwas unverständliches ist agression beim menschen wie bei tieren...vielleicht warst du einfach zu erlich so das es schon wieder wie schlecht gelogen aussah ( )

    viele menschen wurden und werden oft belogen...und bauen deshalb einen starken schutz auf...das dein bruder es nicht so mit der wahrheit hatte dürfte dies wie ich denke gefördert haben...

    auf jeden fall denke ich aber auch es hätte dir mehr geschadet wenn das gefühl der machtlosigkeit geblieben wär...denn das führt oft zu psychischen störungen und das wirkt sich wiederrum wesentlich negativer auf kinder aus...

    als ein bischen unverständliches geschrei was in der pubertät dann zu gesunder aggresion führt...und somit zur emanzipation des menschen...

    hoffe das hat ein bischen was erklärt...

    Blackhope

  5. #5
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    Dragon,Du hast es sehr gut beschrieben!Vielen dank!

    Ich hatte einen Vater,der immer im Recht war und wenn man ihm das gegenteil beweisen konnte,dann hatte er auch noch einen "arroganten" Spruch auf den Lippen.Nach dem Motto:ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn!
    Mein Exmann hatte auch erstmal immer recht,hat sich dann aber entschuldigt,wenn es nicht so war.Mein jetziger Freund ist da auch nicht besser und ich frage mich wirklich:sind Männer so?
    Gut,es gibt auch Frauen,die erstmal recht haben müßen,ich kenne allerdings sehr wenige.
    Mit 50 hat jeder das Gesicht,dass er verdient hat
    George Orwell

  6. #6
    Benutzerbild von Intensivmanu
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    Zitat Zitat von emma1951 Beitrag anzeigen
    Mein Exmann hatte auch erstmal immer recht,hat sich dann aber entschuldigt,wenn es nicht so war.Mein jetziger Freund ist da auch nicht besser und ich frage mich wirklich:sind Männer so?
    Gut,es gibt auch Frauen,die erstmal recht haben müßen,ich kenne allerdings sehr wenige.
    Da habe ich (bis auf 2-3 Ausnahmen) genau gegenteilige Erfahrungen gemacht. Die meisten Frauen die ich im Laufe meines Lebens kennenlernte waren sehr rechthaberisch, während die Männer eher in der lage waren zuzugeben das sie im Unrecht waren bzw nicht immer gleich sofort felsenfest behaupteten im Recht zu sein, sondern es nach einem kurzen Einwand offen ließen wer nun Recht hat.

    Ich denke aber nicht das es in Zish´s Fall (oder in ähnlichen Fällen) um Rechthaben geht, sondern eher darum das die Person (in dem Falle Zish) nicht ernst genommen wird und man ihr daher nicht glaubt.
    Diese Personen sind meist eher ruhigere Persönlichkeiten und als Kind waren sie vielleicht sogar arg schüchtern und daher werden sie nicht als richtige Persönlichkeit wahrgenommen, sondern es wird immer noch das unerfahrene Kind in ihnen gesehen.
    Lebe dein Leben, lebe jeden Tag intensiv.

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  7. #7
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    Zitat Zitat von Intensivmanu Beitrag anzeigen
    Da habe ich (bis auf 2-3 Ausnahmen) genau gegenteilige Erfahrungen gemacht. Die meisten Frauen die ich im Laufe meines Lebens kennenlernte waren sehr rechthaberisch, während die Männer eher in der lage waren zuzugeben das sie im Unrecht waren bzw nicht immer gleich sofort felsenfest behaupteten im Recht zu sein, sondern es nach einem kurzen Einwand offen ließen wer nun Recht hat.

    Ich denke aber nicht das es in Zish´s Fall (oder in ähnlichen Fällen) um Rechthaben geht, sondern eher darum das die Person (in dem Falle Zish) nicht ernst genommen wird und man ihr daher nicht glaubt.
    Diese Personen sind meist eher ruhigere Persönlichkeiten und als Kind waren sie vielleicht sogar arg schüchtern und daher werden sie nicht als richtige Persönlichkeit wahrgenommen, sondern es wird immer noch das unerfahrene Kind in ihnen gesehen.
    Wie beruhigend

    Zish

  8. #8
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    Zitat Zitat von Intensivmanu Beitrag anzeigen

    Ich denke aber nicht das es in Zish´s Fall (oder in ähnlichen Fällen) um Rechthaben geht, sondern eher darum das die Person (in dem Falle Zish) nicht ernst genommen wird und man ihr daher nicht glaubt.
    Diese Personen sind meist eher ruhigere Persönlichkeiten und als Kind waren sie vielleicht sogar arg schüchtern und daher werden sie nicht als richtige Persönlichkeit wahrgenommen, sondern es wird immer noch das unerfahrene Kind in ihnen gesehen.
    Schlimm ist doch Beides:
    nicht ernstgenommen zu werden ist Arroganz und rechthaben zu wollen ist Macht!
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  9. #9
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    @ intensivmanu, @ emma,

    also, in meinem persönlichen (privaten) Umfeld sind ganz klar die Frauen dominierend. Die Männer halten sich da lieber raus und denken sich ihren Teil. Eine Strategie, die ich für mich selbst auch schon öfter in Erwägung gezogen habe.

    Das setzt bei mir allerdings eines vorraus: Ich beteilige mich an irgendwelchen Frauen-Gesprächsrunden erst gar nicht. So halte ich es auch meißt während der Tage (Weihnachten, Ostern, Geburtstage...ec.) an denen sich die ganze Familie zusammen findet. Ich mache bei allem mit aber nicht bei den Gesprächsrunden.

    Wenn ich doch mal Lust darauf habe, setzte ich mich für eine Weile dazu - und hole mir prompt wieder einen ab! Selbst Familienmitglieder, die nur halb so alt sind wie ich, besitzen genug Selbstvertrauen, mir vor versammelter Manschaft über den Mund zu fahren! Grammatikfehler, Zeiten, Orte, Personen... es gibt so viele Möglichkeiten, sich eine verbale Zurechtweisung abzuholen. Der große Unterschied hier, der zu solchen Aktionen "berechtigt": Sie sind "familiengeborene", ich bin eine "zugeheiratete"...

    Selbst sind sie oft nicht besser: Eine zitierte vor versammelter Mannschft mal den "Hippokratischen Eid" - nur leider mit dem falschen Namen. Keine von diesen selbsternannten Kultur- und Bildungsbolzen merkte das. Mir war das schon beim Zuhören peinlich, ich schwieg jedoch, weil ich bis heute eigentlich niemanden so bloßstellen möchte - und genoß im Stillen meinen Triumph!

    Sie sind nicht besser, sie sind nur unhöflicher...

    LG

    Dragon
    Es kommt nicht darauf an, wie oft man im Leben hinfällt.
    Es kommt darauf an, daß man einmal mehr wieder aufsteht.

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