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Thema: Erbe diskret einfordern - Tipps?

  1. #1 Standard Erbe diskret einfordern - Tipps? 
    Riza Gast
    Also.. Unser (unbekannter) Großvater ist vor einer Weile verstorben. Unser Vater ist bereits zuvor verstorben - demnach steht uns 1/12 Erbanteil zu.

    Wir haben auch schon das Schreiben vom Notar bekommen.
    Ausschlagen kommt eher nicht in Betracht, da sicher keine Schulden vorhanden sind.

    Schätzungsweise (nach Angaben näherer Verwandten, die zuletzt Kontakt mit ihm hatten) besaß er noch eine ordentliche Summe.
    Gut möglich ist es, da vor Jahren (da war ich noch ein Kind) mal gut geerbt wurde, als meine Großmutter starb. Es handelte sich wohl um ein Haus in der Berliner Friedrichsstraße(?) wenn ich mich gerade nicht im Namen täusche. Wie auch immer, das Haus war damals schon wertvoll, wenn auch nur 1/10 des heutigen Preises - es wurde verkauft. Zudem besaß er Wertgegenstände in Form von Briefmarken, Münzen, etc... Die Verwandten, die zuletzt mit ihm zu tun hatten, haben grob überschlagen und schätzen das restliche Vermögen auf eine beachtliche Summe.

    Unser Anteil würde uns für die nächsten Monate/Jahre Hartz4-unabhängig machen - soviel dazu.

    Das kleine Problem ist, es gibt einen Onkel, der bereits Gegenstände, ein Sparbuch und Bargeld aus der Wohnung direkt nach dem Tod entwendet haben soll.
    Ich habe mit keinem so richtigen Kontakt, also kann ich nicht viel dazu sagen.

    Von der nächsten Angehörigen, eine Tante, weiß ich überhaupt nichts.

    Die Dritte ist eine Tante im Ausland. Sie war auch die Einzige, welche ich auf der Beerdigung antreffen konnte.

    Um die Beerdigung etc hat sich bisher meine Cousine gekümmert - sie selbst ist nicht erbberechtigt. Doch wie ich hörte, wollte sie dafür sorgen, dass auch wir (die Kinder des verstorbenen Bruders) zu unserem Anteil kommen.
    aus dieser Quelle erfuhr ich auch den ungefähren Betrag, um den es geht.
    Doch dieser ist nicht auffindbar - Auskunft von der Bank gab es anscheinend nicht - doch sie hat die Konten sozusagen sperren lassen, bis das mit dem Nachlass geklärt ist.

    Ich selbst bin die Älteste meiner Geschwister und die verlassen sich nun darauf, dass ich unseren Anteil regele..
    Im Schreiben des Notars heißt es, dass der Nachlass unter den Erben geregelt wird.
    Das ist nun schwierig. Die einzige, die ich gesehen habe, war meine Tante im Ausland. Sonst nur Cousinen.
    Es ist ja auch irgendwo blöd, nach Jahren bei der Verwandtschaft anzukommen, gerade dann, wenn es Geld gibt.
    Doch ich traue auch nicht allen, doch wem genau, lass ich außen vor hier, spielt ja auch keine Rolle.

    Gibt es keine Möglichkeit, das Ganze möglichst diskret zu lösen?

    Im Prinzip bin ich ja auch verpflichtet dazu, mich ums Erbe zu kümmern, schon wegem derzeitigem Alg2 Bezug, der ja dadurch beendet werden kann.. Oder?
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  3. #2 Standard  
    Benutzerbild von Tinker
    Tinker ist offline Erfahrener Benutzer
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    Hallo Riza,
    eigentlich müsste es einen Erbschein geben aus dem sich alle Erben mitsamt ihren Erbanteilen ergeben. Diesen erstellt das Nachlaßgericht.

    Eigentlich müsstest du als Miterbin - genau so wie deine Geschwister - entsprechend Post vom Nachlaßgericht (zuständig ist das Gericht am letzten Wohnort des Verstorbenen) bekommen haben.

    Das Nachlaßgericht ist verpflichtet, alle möglichen Erben aufzufinden. Es könnte aber sein, dass es durch ein hohes Aufkommen an möglichen Erben eine ganze Weile dauert, bis da was passiert. Das kann teilweise Monate, sogar Jahre dauern (hat es alles schon gegeben).

    Diese Cousine kann eigentlich auch nicht von sich aus ein Konto sperren, dass A) nicht das ihre ist und B) einem Verstorbenen gehört. Hier wird die Bank von sich aus eine Sperrung vorgenommen haben, als sie vom Tod des Kontoinhabers erfahren haben, und diese erst wieder aufheben, wenn ihr die Erben (hierzu z.B. brauchts dann wieder besagten Erbschein) nachgewiesen werden. Also muss ein solcher definitiv her. Ebenso braucht man einen solchen, um das Haus umschreiben zu lassen. Ihr kommt also alle nicht drumrum, einen Erbschein zu beantragen. Vielleicht hat das schon einer veranlasst von den Leuten, die vor Ort sind?

    Dein erster Ansprechpartner sollte erstmal der Notar sein, von dem ihr angeschrieben worden seit. Fragt den mal, ob er etwas näheres darüber weiss, was den Erbschein angeht (den kann man über den Notar beantragen oder direkt beim Nachlaßgericht), ggf. kann er euch das zuständige Gericht benennen, wo ihr euch dann melden könnt.

    Was den beweglichen Nachlass angeht, da besteht natürlich die Gefahr, dass da das eine oder andere *weggekommen* ist. Wenn ihr da keine genauen Bestandslisten habt, wird es schwierig mit dem Nachweis. Ihr hattet wenig Kontakt, wer weiss, ob nicht Haus und Wertgegenstände zu Lebzeiten schon anderweitig verschenkt wurde vom Opa. Davon müsst ihr nicht zwangsläufig was mitgekriegt haben.

    Wie gesagt, erstmal den Notar kontakten und nach dem Erbschein fragen.
    Die Ausschlagungsfrist beträgt übrigens 6 Wochen nach Bekanntwerden des Erbfalls. Vorher kann auch noch weiter nichts veranlasst werden, weil erst mal alle Erben angeschrieben und befragt werden müssen.

    Und nein, du bist nicht verpflichtet, dich um das Erbe deiner Geschwister zu kümmern. Das können die auch selbst tun. Für dich und deine Familie wäre es natürlich wünschenswert, wenn es einen kleinen Geldsegen gäbe. Aber bei 1/12 Anteil kommt auch nicht so viel rum, wie man denkt. Dann bekommt ihr doch Hartz IV komplett gestrichen, bis das Geld alle ist.
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  4. #3 Standard  
    Riza Gast
    Danke erstmal für die Antwort.

    Den Brief vom Notar haben wir, wo die Erben aufgeführt sind.
    Wie das mit den Konten genau abgelaufen ist, weiß ich leider nicht.. Im Brief steht jedenfalls drin, dass der Nachlass unter den Erben selbst geregelt werden müsse..
    Ich habe beim Notar vor einigen Tagen auch nachgefragt, die hatten jedoch angeblich keine Infos, machten mich auch nur nochmal auf die Ausschlagungsfrist aufmerksam und verwiesen mich an die Miterben.
    Als ich wg. dem Erbschein fragte, meinte man, dieser wäre nur notwendig, wenn es um Häuser/Grundstücke geht. Das ist hier nicht der Fall - sondern Bargeld und Wertgegenstände. Doch ich werde mir trotzdem mal einen geben lassen.

    Der 1/12 Teil ist - wenn die Angaben richtig waren, tatsächlich so hoch, dass wir wahrscheinlich über Jahre vom Staat unabhängig wären (bekommen auch nur aufstockend, also nicht sehr viel)

    (Es wären sogar ein paar kleine Extras drin.. )

    Bzw. wären wir bis dahin sowieso aus dem Gröbsten draußen..

    Dann bekommt ihr doch Hartz IV komplett gestrichen, bis das Geld alle ist.
    Hartz 4 wäre dann (Gott sei dank) Geschichte, wenn der Betrag einigermaßen hinkommt..

    Ich gehe ja auch irgendwann wieder arbeiten..
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  5. #4 Standard  
    Benutzerbild von Tinker
    Tinker ist offline Erfahrener Benutzer
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    Also ist das Haus inzwischen weg. Oben hast du ja erwähnt, dass es ein wertvolles Haus in Berlin gäbe.

    Wo befindet sich das Bargeld? Unter der Matratze? Oder auf einem Bankkonto/Schließfach o.ä.? - In dem Fall MUSS ein Erbschein her! - Wenn nicht, dann braucht ihr auch keinen.

    Diesen kannst du dir nicht einfach *geben lassen*. Er muss beantragt werden und wird auf SÄMTLICHE Erben entspr. ihrer Erbanteile ausgestellt. Kostet natürlich auch was.

    Warum der Notar so auf die Ausschlagungsfrist pocht, wo doch erwiesener Maßen Wertgegenstände vorhanden sind, erschließt sich mir gerade nicht so recht. Ausgeschlagen wird ein Erbe nur, wenn der Nachlass überschuldet ist. Entschuldige, aber welcher Notar ermahnt zur Ausschlagung, wenn da was zu erben ist - und noch nicht mal wenig? Das erscheint mir sehr suspekt. Es ist nicht auszuschließen, dass es sich um den Hausnotar vom Opa handelt, bei dem auch die Erben vor Ort ihre Sachen regeln. Es dürfte zwar nicht sein (Notare haben unabhängig zu sein), aber es ist nicht auszuschließend, dass der Notar da im Sinne seiner Klienten handelt, indem er die unerwünschten 1/12-Leute zur Ausschlagung drängt, womit deren Anteil an die übrigen Erben (Tante, Cousine etc.) fallen würde.

    Schwarze Schafe gibt es auch unter den Notaren (seufz). Ich kenne da auch so ein paar Exemplare...

    Erkundigt euch bei einem eigenen Notar eurer Wahl. Auskünfte sind nicht so teuer. Wenn er euch zu eurem Erbteil verhelfen kann, dann könnt ihr auch später zahlen. Kann man vorher aushandeln.

    Grundsätzlich aber würde ich auch raten, euch einfach mal bei der Tante oder Cousine (von wem auch immer ihr Adresse od. Telefonnummer habt) zu melden und um Auszahlung des Erbanteils zu bitten unter vorheriger Auflistung aller vererbten Wertgegenstände.

    Das kann man in einem freundlichen Ton machen, ohne dass es anmassend wirkt. Es steht dir zu, warum solltest du nicht nachhaken?

    Keine falsche Bescheidenheit in einem solchen Fall.
    Geändert von Tinker (14.05.2010 um 14:40 Uhr)
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  6. #5 Standard  
    YK1972 Gast
    Also eins verstehe ich bei der Sachenicht ganz. Da ihr von einem Notar angeschrieben wurdet, muß es doch sowas wie ein Testament geben...

    Wenn es wirklich so ist, dass ihr das alles unter euch regeln müßt, kann das wirklich lange dauern. Vor allem,wenn Uneinigkeit herrscht.

    Nur mal als Beispiel: Nach der Grenzöffnung erfuhr meine Oma, dass sie Miterbin verschiedener Grundstücke in der ehem. DDR ist. Es wurde sofort alles in die Wege geleitet, also Erbschein beantragt und dergleichen, die ganzen Cousinen und Cousins trafen sich mehrfach und es wurde entschieden, die Grundstücke zu verkaufen und den Erlös aufzuteilen. Was soll ich sagen, es war einer dabei, der immer zu allem "Nein" sagte. Und jetzt kommt es zu einer Zwangsversteigerung der Grundstücke, wobei natürlich nicht soviel Erlös herauskommt, wie bei einem Verkauf. Die ganze Angelegenheit dauert aber nun schon 20 Jahre. Meine Oma ist inzwischen seit 6 Jahren tot und hat nun nichts mehr davon.

    Ich an deiner Stelle würde mich also nicht so unbedingt darauf verlassen, dass alles schnell geregelt sein wird. Als Rat kann ich dir nur mitgeben, nimm dir am besten einen guten Rechtsanwalt (Fachanwalt für Erbrecht), der deine Interessen vertritt. Vor allem, wenn unter den Erben Leute sind, denen du sowieso nicht traust. Denn ein Anwalt bekommt auch Einsicht in Unterlagen, die der Notar evtl. noch hat und dir vielleicht nicht zugänglich machen will, aus Gründen,die auch Tinker schon genannt hat.

    Und auf jeden Fall einen Erbschein beantragen, dort steht drin, wieviel dir von der Erbschaft zusteht. Damit hast du was in der Hand, falls es Ärger gibt.
    Geändert von YK1972 (14.05.2010 um 14:52 Uhr)
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  7. #6 Standard  
    Riza Gast
    Also ist das Haus inzwischen weg. Oben hast du ja erwähnt, dass es ein wertvolles Haus in Berlin gäbe.
    Achso, ja das gab es, als seine Frau, meine Oma, gestorben ist. Es wurde verkauft und er bekam 50%, was eine ganze Menge war - daher das Geld um das es geht. Habe mich wohl etwas unglücklich ausgedrückt..

    Ja, also beim Notar hatte ich schon irgendwo das Gefühl, als wolle man mich schnell abfertigen.. Schon komisch irgendwo.

    Es soll auch ein Testament gegeben haben, das aber inzwischen weg ist (hat besagte Person mitsamt einigen Gegenständen mitgehen lassen..). Wobei das für mich selbst wohl keine große Rolle spielt und sich sogar eher positiv auswirken könnte.
    Aber es sind alles Dinge, die ich leider nur über verschiedene Ecken so mitbekomme.

    An einen Rechtsanwalt dachten wir auch schon.. kostet halt, und noch habe ich kein Geld auf der Hand. Wir denken aber darüber nach, zusammen einen zu nehmen (also meine Schwestern und ich).

    Besagte Cousine erbt nicht, es bleiben lediglich 2 Tanten und 1 Onkel übrig, wobei jedem noch 1/4 zusteht.

    Morgen treffen wir uns mit meiner Cousine. Werde wohl nächste Woche den Erbschein beantragen und uns einen Anwalt suchen, wenn sich morgen nichts anderes ergibt..

    Wenigstens können wir morgen bereits ein Erbe abholen, das unbezahlbar ist: Alte Fotos und uralte Briefe, die mein Vater als Kind geschrieben hat
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  8. #7 Standard  
    Dragonheart ist offline Erfahrener Benutzer
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    Hallo!

    Ich glaube, das Problem ist, die vielen möglichen Erben ausfindig zu machen... vor mehr als 20 Jahren habe ich das auch mal mitbekommen: Meine Oma starb. Sie hatte nicht viel und doch tauchte da ein Konto auf, wo etwas Geld drauf war... ein paar tausend DM`s eben.

    Die letzten Jahre hatte meine Mutter ausschließlich Kontakt zu ihr, zu Feiertagen und Weihnachten lud sie ihre Mutter immer ein, d.h. holte sie ab unbd brachte sie einige Tage bei uns unter. Ab und an schaute sie vorbei und erledigte Besorgungen. Ihre beiden Söhne hatten keinen Kontakt mehr...

    Meine Mutter wollte sich das Geld vom Konto holen, bekam es aber nicht, weil es eben noch andere Erben gab... ich weiß nicht mehr, wie es ausging, doch es war ein riesen Heckmeck... das Geld, was meine Mutter bei der Haushaltsauflösung fand (Alte Leute horten manchmal Geld zu Hause...), behielt sie für sich, es war auch niemandem etwas davon bekannt...

    Als meine Oma väterlicherseits starb, gab es auch einen Onkel, der war sehr flott: Er verkaufte sogleich das Auto seines Vaters und behielt ebenfalls das Geld für sich allein... Jedoch konnte man den Wert des Auto`s nachweisen und es wurde auch auf seinen Erbteil angerechnet...

    So kann es passieren. Dein Erbteil ist immer dann gesichert, wenn der Besitz irgendwo aktenkundig ist, also ein Auto oder Konten oder eine Immobilie... wenn teures Interieur oder Schmuck bereits wie auf einer Ameisenstraße das Haus des Erblassers (also des Opa`s) verläßt und auch nirgens aktenkundig ist, geht es auch nur in die Taschen desjenigen, der es mitgenommen hat - zu Lasten all derer, die ebenfalls erbberechtigt sind.

    Wie man so etwas verhindern kann? Bis zu einem gewissen Grad wohl gar nicht, so meine ich. Den Rest muß wohl ein Fachanwalt für Erbrecht klären...

    Viel Glück für Euch!

    LG

    Dragon
    Es kommt nicht darauf an, wie oft man im Leben hinfällt.
    Es kommt darauf an, daß man einmal mehr wieder aufsteht.
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  9. #8 Standard  
    Riza Gast
    Manchmal wünschte ich wirklich, wir hätten diesen Stress nicht. Es ist mir auch irgendwo zuwider, Geld hinterher zu rennen.

    Doch unser Anteil, das Zwölftel, (ich sag es jetzt einfach mal in Zahlen) soll angeblich immerhin 30.000 Euro betragen.
    Dann denke ich wieder, dass wir eine ganze Weile die Familie besuchen könnten, in Kolumbien. Hartz4 wäre sowieso abgemeldet (bei den 130 Euro zur Zeit nicht der Rede wert). Meine Schwägerin könnten wir in ihrem Studium unterstützen.. Und ein kleiner Gebrauchtwagen wäre auch mal drin (hatten bisher keinen Wagen).

    Die Erben stehen fest. Denn Großmutter ist bereits tot, so gibt es nur noch die Kinder - insgesamt 4. Einer davon war unser Vater, der verstorben ist. Er hatte uns 3 Töchter. Also das ist nicht das Problem.

    Was ich nicht verstehe, darf die Bank denn überhaupt das Geld vom Sparbuch auszahlen, einfach so?
    Oder kann man diese im Zweifelsfall belangen, weil sie das nicht hätte tun dürfen?
    Da meine Cousine (Tochter des besagten Onkels) meinte, er hätte das Sparbuch und würde "auf einmal einen neuen Roller fahren"
    Mit Zitat antworten  

  10. #9 Standard  
    YK1972 Gast
    Nein, die Bank darf das garnicht einfach so auszahlen. Im Normalfall fragen die auch nach einem Erbschein. In wie weit ihr die Bank belangen könnt, wenn sie es dennoch einfach ausgezahlt hat, solltet ihr dann auch mit dem Anwalt besprechen. Die wissen in solchen Fällen Rat.

    Mal ganz davon abgesehen, dass es eine Frechheit ist sich einfach irgendwas unter den Nagel zu reißen, obwohlman weiß, da sind noch andere Erben.

    Falls man bei der Bank nichts erreichen kann, werden die aber Auskunft geben können, über welche Summe das Sparbuch lautete, dann könnt ihr den Onkel belangen dieses Geld wieder zurück zu geben. Zumindest kann man es aufrechnen lassen. Bzw, wenn er auch das Testament mitgenommen hat, kann man verlangen, das er es wieder raus gibt.
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  11. #10 Standard  
    Dragonheart ist offline Erfahrener Benutzer
    Registriert seit
    27.07.2009
    Beiträge
    1.561
    Zitat Zitat von Riza Beitrag anzeigen
    ...Was ich nicht verstehe, darf die Bank denn überhaupt das Geld vom Sparbuch auszahlen, einfach so?
    Oder kann man diese im Zweifelsfall belangen, weil sie das nicht hätte tun dürfen?
    Da meine Cousine (Tochter des besagten Onkels) meinte, er hätte das Sparbuch und würde "auf einmal einen neuen Roller fahren"
    Also, der Fall ist ja ähnlich gelagert, wie bei meinem väterlichen Opa. Dort mußte sich der Onkel anschließend das Geld auf seinen Erbteil anrechnen lassen, den er beim "vorschnellen" Verkauf des Auto`s erzielt hatte...

    Sollte kein Problem sein, herauszufinden, woher das Geld für den Roller stammt.

    Meines Wissens darf die Bank kein Geld einfach auszahlen. Im Zweifelsfall muß sie dafür haften. Einzige Ausnahme: das Konto lief auf den Namen des betreffenden Verwandten und das dort eingezahlte Geld war unabhängig vom Erbfall direkt für ihn bestimmt...

    Doch da wird der RA bestimmt besser etwas machen können... ich würde mir keine Sorgen machen. Die Tricks, die manche Verwandten drauf haben, kennt der sicherlich alle... und er weiß auch ganz genau, wie man denen beikommt...

    Lediglich für nicht aktenkundiges Eigentum besteht die Gefahr des Verschwindens auf nimmerwiedersehn... doch das ist bereits gelaufen, da kannst Du ebenfalls sicher sein. Somit ist es unnötig, sich darüber den Kopf zu zerbrechen.

    LG

    Dragon
    Es kommt nicht darauf an, wie oft man im Leben hinfällt.
    Es kommt darauf an, daß man einmal mehr wieder aufsteht.
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